OPhonLas: OCT-geregelte Laserablation bei Stimmlippen-Phonation



Förderung: Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Land Niedersachsen
Eu_Projekt

Laufzeit: 04/2017-03/2020
Projektkoordination: Herr Prof. Dr. Walter Neu

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Herr M.Sc James Napier
Projektpartner: Leibniz Universität Hannover, Institut für Quantenoptik, Abteilung Biophonics
Leibniz Universität Hannover, Institut für Mechatronische Systeme
Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie Eu_Projekt

Hintergrund

Krankheitsbedingte Einschränkungen im Alltag stellen für die Betroffenen eine Belastung und Beeinträchtigung dar. Wird neben einer konservativen Maßnahme ein chirurgischer Eingriff notwendig, so sind die dadurch entstehenden Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. Die Anforderungen an die moderne Phonochirurgie äußern sich daher in einer möglichst schonenden Behandlung durch die Minimierung von Vernarbungen, Resektionsdefekten und Beeinträchtigungen auf Grund einer Narkose.

Die derzeitigen Schwierigkeiten bei chirurgischen Eingriffen im Bereich der Stimmlippen liegen, neben der eingeschränkten Zugänglichkeit des Stimmlippengewebes, in der bisher mangelnden intraoperativen Funktionskontrolle.

Forschungsvorhaben

Das Ziel der Verbundpartner im Projekt OPhonLas umfasst die interdisziplinäre Weiterentwicklung eines minimalinvasiven, nebenwirkungsarmen Eingriffes am Kehlkopf, zur Verbesserung oder Wiederherstellung der Stimmfunktion. Durch die Bündelung von Kompetenzen aus den Bereichen der optischen Bildgebung und -verarbeitung, Regelung sowie Lasertechnologie wird eine Verbesserung medizinischer Instrumente angestrebt.

Es soll ein rigides, anatomisch gekrümmtes Laryngoskop entwickelt werden, dass die Operation an einem kooperationsfähigen Patienten, zur postoperativen Funktionskontrolle, ermöglicht. Durch die Kombination einer tiefenauflösenden Darstellung mittels Kohärenztomographie und dem Einsatz von Stereobilddaten zur Oberflächenvisualisierung, soll eine Laserablation auf oszillierendem Gewebe ermöglicht werden.

Teilprojekt

Unser Ziel im Projekt für Laseranwendungen in der Medizin ist es, einen zweidimensionalen Mikro-MEMS Scannkopf und entsprechende Optiken zu entwickeln, für die Anwendung eines Endoskopes, welches Einsatz in der Laserchirurgie an Stimmbändern finden soll. Hierfür soll Optische Kohärenztomographie (OCT, Optical Coherence Tomography) angewendet werden, um die Gebiete beschädigten Gewebes an den Stimmbändern zu ermitteln, welche daraufhin mittels eines Thulium Lasers entfernt werden können. In diesem Projekt wird die Wechselwirkung von Laser und Gewebe hinsichtlich der Laserleistung, Fokusgröße und Fokusposition untersucht, sowie die Optimierung bildgebender Verfahren.

Auge für das Sezieren