Laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIBS)

35% Ein wichtiger Schwerpunkt der modernen Forschung liegt im Bereich des Umweltschutzes und der Identifizierung von Schadstoffen. In diesem Bereich kommen verschiedenste Analysemethoden zur Anwendung mit denen sich sowohl die molekulare als auch elementare Zusammensetzung der Verunreinigungen ermitteln lässt. Letztere Methoden sind häufig mit einer aufwendigen Probenaufbereitung verbunden. Die Anwendung von Laserinduzierter Plasmaspektroskopie (LIBS) bietet ein Verfahren zur sicheren Identifizierung chemischer Zusammensetzungen ohne die präparativen Voraussetzungen alternativer Techniken. 35% Durch den Beschuss der zu untersuchenden Probenoberfläche mittels hochenergetischer Laserpulse, wird auf dieser ein Plasma erzeugt, welches Atome, der im Material vorhandenen Elemente, in einem energetisch angeregten Zustand enthält. Während das Plasma abklingt, gibt dieses Photonen ab, welche für die enthaltenen Elemente spezifischen Wellenlängen aufweisen und von einem Spektrometer detektiert werden können. Durch die Anwendung von Linsen oder Mikroskopobjektiven lässt sich der Fokusdurchmesser bis zur Beugungsgrenze minimieren, was mit einer Erhöhung der Energiedichte über mehrere Größenordnungen führt. Desweiten lässt sich die Energiedichte durch einen zweiten Laserpuls, welcher auf das bereits induzierte Plasma gefeuert wird, weiter erhöhen. Dies führt zu einer deutlichen Erhöhung der Empfindlichkeit der Messung. Die Anwendung von LIBS und die Erweiterungen unseres Laboraufbaus ermöglicht die Erfassung elementarer Zusammensetzung kleinster Partikel oder kleinster Flächen größerer Proben, welche im Fokus unserer Forschung stehen.